Medizin mit Stock

Natur erleben

04
Ja
Da ist es nun...
04.01.2021 12:32

Alles Gute zum neuen Jahr, liebe Leser meines Blogs!

Da ist es nun - dieses neue Jahr. Ich hoffe, auch ihr seid gut hineingerutscht.

Ich wünsche Dir und Dir und.. eben euch allen, dass 2021 ein Jahr wird, das euch und uns ein Stück voran bringt und genug Freude und Optimismus bereit hält, um eben alles, was an Negativem sich zeigt, gut meistern zu können.

Hmm. Was ist "alles Gute"? Nun, da mag sich jeder seinen eigenen Reim drauf machen.

So ein neues Jahr kommt, egal ob wir es toll finden oder nicht. Diese Erde dreht sich, die Physik ändert sich auch nicht und die Zeit ist ja, laut Einstein, irgendwie relativ - aber ehrlich, seine Relativitätstheorie hab ich nie wirklich begriffen.

Nun also ist 2021. 

2020 war für mich ein lehrreiches Jahr. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Der für mich blödeste Spruch ist: "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht." Ja, weil er nämlich so hervorragend fehlinterpretiert werden kann. Die einen nehmen den verdammt wortwörtlich. Und die hat Corona so richtig bloßgelegt. Irgendwo las ich mal, dass der Erfolg des Homosapiens - ähm also uns Menschen- auch in der Fähigkeit des gemeinsamen und zielgerichteten Handelns bestünde. Egozentriker sind da eigentlich fehl am Platze...Weiter lieber im Text:

Zu meinen Erfahrungen des Jahres 2020 gehört die Beobachtung, dass zu viele Menschen in zwei sehr großen Schubladen denken - auf der einen steht "Weiß" und der anderen "Schwarz". Reicht ihnen. Dabei ist doch das Interessante eigentlich zu erkennen, wie hängt vieles miteinander zusammen, was bedingt sich, was behindert sich gegenseitig. Jedenfalls für mich. Manche Fehler könnte man damit vermeiden.

Die Kausalbeziehungen sind nicht nur in der deutschen Grammatik sehr vielfältig. Wir haben nicht nur Lokal- und Temporalbestimmung, nö es gibt noch Konzessiv-, Konsekutiv-, Modalbestimmung, dann die Kausalbestimmung im engeren Sinne... ;-) keine Bange, ich mach keinen Grammatikunterricht. Ich will ja nur manche darauf stoßen, dass es sehr viele Beziehungen zwischen Subjekt und Objekt gibt und eine große Menge an Adverbien. Und tja, aus Subjekten können sehr wohl Objekte werden - aber umgekehrt funktioniert das auch. 

Ich hatte gestern eine "Diskussion" bei Facebook, in der ich aufzeigen wollte, dass es nicht nur diese beiden Seiten gibt, sondern dass man viel besser klar kommen könnte, würde man ABWÄGEN und die Nuancen betrachten, also die vielen Grautöne , die es zwischen Weiß und Schwarz gibt. Den Herrn konnte und wollte ich nicht überzeugen, denn eine weitere Erfahrung wurde 2020 mal wieder sehr nachdrücklich bestätigt: Mit gewissen Menschen lohnt Diskussion nicht. Und zwar meine ich damit die, die so gern alles lächerlich finden, bis auf ihre eigenen Argumente. Diese sind jedoch... nö, kurz: Als Deutschlehrerin würde ich für "5 - Setzen" plädieren, wobei ich sowas nur denke. Mitteilung sind so aus: Leider ist es dir nicht gelungen usw. usf. Es gibt jedoch Ansichten, die sind so verquer, da juckt es mich und ich antworte darauf und ja, ich hoffe, damit andere zu erreichen. Ein Mensch mehr, der nun bereit ist, weitere Schubfächer zu installieren - das wäre ein super Erfolg. Der Disputant selbst - achmannooo. ;-)

Hmm. Iche wieder. Ich muss doch glatt googeln, wie viele Grautöne kennen wir eigentlich oder können wir unterscheiden. Moment also bitte.....oh fix entdeckt: Der Mensch könne bis zu 60 Grautöne unterscheiden. Toll. Oh schau mal hier, bei wikipedia steht zum Stichwort Grau: "Ein True-Color-Grafiksystem (24 Bit Farbtiefe) kann 256 reine Grautöne anzeigen."

Nun musst du dir nicht 256 kleinere Schubkästen einbauen, aber ein paar mehr als die zwei Außenkästen wären schon angebracht. Oder?

Vielleicht meinen manche, mit diesen zwei Kästen lebt es sich einfacher. Ansichtssache. Nach meinen Erfahrungen funktioniert das jedoch selbst inbezug auf Krebs nicht. Krebs = Tod.  Nö. Ich bin noch da. Und viele der Frauen, die zu mir zum OnkoWalking kamen. Genauer gesagt: Die meisten der Frauen leben noch.

Krebs = furchtbares Elend. Nunja, aber nicht jede Sekunde. Mein Stiefpapa bekam seine erste Krebsdiagnose so vor 20 Jahren. Ihm ging es oft genug sehr schlecht. Jetzt ist er fast 82 Jahre alt. Ärzte nennen ihn mitunter ein medizinisches Wunder. Einige Male hatte ich mich innerlich von ihm schon fast verabschiedet. Aber wie oft hatten wir schöne Stunden gemeinsam erlebt. Es gab in all den Jahren die ganze große Palette von Weiß bis ja Schwarz - mit all den vielen Grautönen dazwischen. Ein wahrer Reichtum.

Meine OnkoWalkerinnen wurden manchmal gefragt, wie wir das aushalten würden und ob wir nicht immer Angst hätten, der Krebs haut wieder zu.

Ja, diese Angst kommt immer wieder: Da ist ein Schmerz, der neu ist. Da eine Hautunreinheit, ein Pickel. Oder wieder ein Arztbesuch - was kommt nun?

Gerade diese Arztbesuche sind unsäglicher Stress. Mein Blutdruck geht jedes Mal ab nach oben. Die Mammografie - der blanke Horror. Auch noch heute bei mir, nach nun 14 Jahren. Die Hölle.

Doch es gibt sie definitiv - diese andere Seite. Ich beschreibe euch vieles dazu in meinem Buch. Was fehlt uns jetzt unser gemeinsames Nordic Walking! Unser Geschnatter, unser Lachen, unser Spaß miteinander. Das Genießen der Natur, wenn wir gemeinsam durchstapsen - das alles ist auf Sparflamme. Scheiß Corona! Verflucht nochmals!

In meinem Buch "Lass mich mit einem Kamel Lambada tanzen" findet ihr sehr emotionale und super getroffene Fotos aus unserem Training. Macht euch selbst ein Bild, ob wir nur schwarze Tage kennen. Danke an Marcus Hinz für diese herrlichen Fotos! Eines zeige ich euch: Unsere Moni! 

Nun behauptet bitte nicht, ich würde hier nur Weiß kennen. Im Buch könnt ihr nachlesen, welche Palette wir miteinander erlebt haben. Und wir erleben es weiter - auch 2021.

 

Das Copyright gehört Marcus Hinz !

Schauen wir nicht nur hoffnungsvoll in das neue Jahr sondern erarbeiten uns dafür Vertrauen. Das scheint mir ein besserer Motivator und Unterstützer zu sein.

Na denne! Was mich betrifft, geht`s nun in die Küche, das Mittagessen ist am dransten. ;-) Dann bereite ich für meinen Enkel sein Zimmer und ein Lernzimmer vor - dieses Distanzlernen hat auch Positives. Da er sich in seiner Schule regelmässig testen lassen kann, klappt es super, dass er einen Tapetenwechsel vollziehen kann, zumal er ja auch hier seit einigen Jahren offiziel wohnt.  

Jeder Taler hat immer zwei Seiten!

Alles Gute also - deine Marita

 

Zum neuen Jahr
Zauberwörter

Kommentare