Medizin mit Stock

Natur erleben

07
Ju
Der Rhododendron blüht
07.06.2021 11:27

Hallöle - oder GUTEN TAG!

Eigentlich wollte ich jetzt im Garten an meinem Tisch unter dem dichten Blätterdach des Pfaffenhütchens schreiben - aaaaber, aber das WLAN mag das nicht.

Ich müsste endlich nochmals Kontakt zur Telekom aufnehmen, aber irgendwie hab ich keine Zeit und vor allem keine Geduld dafür. Der Mai war weniger stressig, ja schon, aber - was aber! Nix da. 

Juni ist und der Rhododendron in meinem Garten blüht. Und wie! Dicke Hummeln summen darin herum und anderes fliegendes Getier. Die NABU mag Rhododendren nicht, aber fliegen diese Insekten alle nur so in der Blütenpracht herum? Ich kann sie leider nicht befragen. Aber ich genieße dieses Violett. Es leuchtet rund und kräftig, ist aber trotzdem ein zarter Farbton. 

Das Geräusch summender Insekten gehört für mich zum Sommer - genauso wie der Geruch des heißen Waldbodens gepaart mit dem Duft der Bäume. 

Ach, das erzähle ich fix.

Also gestern, es war Sonntag, lag ich auf meiner Schaukelliege und genoß dieses Sommergefühl. Ich lauschte den Vögeln, eine Mönchsgrasmücke begeisterte mich gerade mit ihrem Lied, da schrie etwas neben mir auf. Ich denn och. Und nochmals neben mir dieses Geräusch und etwas sauste los.

Es war

 

Ich lag nämlich nahe seiner "Rennpiste" gen Walnuss. Seit langem lege ich diesen Leckerbissen aus und bei dem Wetter, das wir bisher hatten, war der Weg frei. Nun aber... Das Eichhörnchen hatte ein Problem. Aber es fand sehr schnell eine Lösung und wich zur anderen Seite aus. Niemand war auf der Terrasse. Also flitzte es über das Pfaffenhütchen, das schon sehr dicht belaubt ist, sprang mutig von dort in das Vogelhäuschen, schnappte sich Walnuss 1 und düste davon. Ich jedoch hatte noch mehr Nüsse, wie immer, ausgelegt. Eine lag auf einem Baumstammteil, das als Sitzhocker dient. Nur 6 Schritte von mir entfernt. Ich wartete gespannt darauf, was das Tierchen tun würde. Wieder kam es über das Pfaffenhütchen an, schaute nochmals in das nun jedoch leere Vogelhaus und sprang behende runter und huschte hinauf auf den Baumsitz. Es beobachtete mich ganz genau, schnappte sich die Nuss und ich hatte das Gefühl, dass es mir mit einem Siegergrinsen in die Augen schaute. Ich bewegte mich nicht, redete aber mit ihm. Nochmals ein Blick und es flitzte mit seiner Beute nahe an mir vorbei zurück in den Wald.

Diese Nussmahlzeit holt sich nicht nur das Eichhörnchen - eigentlich sind es wohl zwei- sondern mit einem blitzartigen Sturzflug düst ab und an der Buntspecht von der großen alten Birke herab, schnappt sich die Nuss und saust wieder hinauf. Dort oben entdeckte ich neulich einen kleinen Buntspecht. Gestern wagte das Junge sich schon weiter weg. Ich hatte den Sprenger an, der meinen Pfirsichbaum mit Wasser versorgte - da hörte ich jemanden schimpfen: Der kleine Specht duschte. Schüttelte sich, erwog dann, doch noch etwas sitzen zu bleiben. schüttelte sich noch ein paar Mal und flog dann davon.

Die Natur  - gerade in komplizierten Zeiten erweist sie sich für mich immer wieder als Ruhespender, als Lieferant von Glücksmomenten und entspannend. Daher, NUN komme ich dahin ;-), schätze ich das Nordic Walking so:

DIE KRAFTVOLL-RUHIGE BEWEGUNG IN DER NATUR.

Sie wirkt entschleunigend, auch wenn ich nicht langsam daher trotte. Trotzdem ist immer genug Zeit zum Beobachten, Innehalten und Spüren, was ich gerade nur hier und jetzt erlebe. Achtsamkeit.

Heute nun, endlich, startet das reguläre Training mit mir - wir treffen uns nach Monaten im Oranienburger Schlosspark. Es ist heute sehr warm. Ich muss mich wirklich erst an diese Wärme gewöhnen. Aber ich freu mich soooooo - endlich. Beruhigend ist für mich, dass die meisten von uns, wie auch ich, zumindest einmal geimpft sind.  Nebenbei erwähnt, auch in meiner Familie (einschließlich Mama, Schwester, Nichte- bis auf die Kinder) hat jeder eine Impfung erhalten. Freunde ebenfalls, und wenn sie endlich dieser Tage dran sind. Uff.

Ich will doch genauer darauf eingehen:

Wer von euch erkundigte sich nach den Nebenwirkungen von anderen wichtigen Impfungen und so?

Nunjaaa.... Ich war 3 Tage platt, von Impfung, Freude, Aufatmen und monatelangem übermässigen Stressprogramm - das ist ja nun echt erträglich.  Laß mich denjenigen, die da aufgrund manch kritischer Berichte unsicher wurden, folgende Zahlen nennen: 

Quelle: https://www.pei.de/DE/service/presse/aktuelles/aktuelles-inhalt.html

Laut digitalem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI), das täglich zur COVID-19-Impfung aktualisiert wird, wurden bis Dienstag, den 01.06.2021 verimpft:

8.586.297 Erstdosen plus 737.181 Zweitdosen von Vaxzevria (ehemals: COVID-19-Impfstoff AstraZeneca) verimpft (jeweils Addition aus Impfzentren und Hausarztpraxen)

  • 559.596 Einzeldosen (vollständig geimpft) von "COVID-19 Vaccine Janssen" (Addition aus Impfzentren und Hausarztpraxen).

Bis zum 01.06.2021 (Dienstag, 13:00 Uhr) wurde dem Paul-Ehrlich-Institut wie folgt gemeldet:

  • 102 Fälle einer TTS nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) gemeldet.

Rechnet doch bitte selbst nach!

Zum Vergleich:

Die Zahl der Unfälle in Deutschland ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und erreichte in 2019 einen neuen Höchststand von rund 2,69 Millionen Verkehrsunfällen...Im Jahr 2019 sank die Zahl auf 387.276 Verunglückte. ...In 2019 hat die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren erreicht und beträgt nun 3.046.  (Quelle: gefahrenstelle.de)

Und dazu gehört noch diese Zahl, um einen Maßstab zu haben: (statistica.com) Im Jahr 2020 gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung rund 40,39 Millionen Autofahrer, die einen PKW im Haushalt besaßen und dieses Auto hauptsächlich selbst fuhren. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 40,93 Millionen Personen.

Also 2 von 40 (Millionen) erlitten einen Unfall.  Von rund 9 (Millionen) hatten 0,000102 (Millionen)  eine Trombose bekommen... (Ich hoffe, mich mit den Kommastellen nicht vertüddelt zu haben.)

Und weil es in meinem Buch "Lass mich mit einem Kamel Lambada tanzen" um Brustkrebs geht, noch diese Statistik: (Quelle: www.vita34.de)

Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebserkrankung. Jährlich erkranken in Deutschland rund 71.000 Frauen. Damit bekommt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens Brustkrebs

ABER TROTZDEM -  ich gebe zu, auch in mir sitzt diese Verunsicherung gegenüber AstraZeneca. Okay, dieser Impfstoff hat seit einiger Zeit einen anderen Namen, aber unter dem von mir genannten wurden und werden die Vorbehalten immer wieder publiziert.

Unsere Einschätzung wird also ziemlich beeinflusst von dem, was man uns "auf`s Auge" drückt, was uns noch fremd ist, worauf unser Fokus gerichtet ist usw.

Lassen wir uns also nicht zu sehr fremd bestimmen und schauen uns die Relationen an.

Trotzdem :-))) das mulmige Gefühl werde ich nach der zweiten Impfung ab und an haben. Meine Brustkrebserfahrung verunsichert mich mitunter heute noch, nämlich: Es trifft nicht immer nur die anderen. Doch wenn ich mich mit meiner Angst, mit der Unruhe befasse, dann nehme ich genaus solche Statistiken zur Hand und erkläre dem inneren Angstteufel, was er mir da vorgaukelt. 

Mach dir schöne Sonnentage! Lass dich nicht bange machen und wenn, erkläre dem Angstteufel, warum er sich verziehen soll.

Raus, nimm die Stöcke und packe den Stier bei den Hörnern!

 

Alles Liebe - deine Marita

Der Mai ist gekommen
Puhhhh heiß ;-)

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