Bewegung fördert Kreativität

Offene Augen

Als ehemalige Kunsterzieherin habe ich viel Freude an dem kreativen Umgang mit meinen Fotos und Bildern.

Ich experimentiere und zeige meine Arbeiten in den Artroom- Ausstellungen des Vereins, in dem ich Mitglied bin.

Aber auch an anderen Orten konnte ich schon meine Bilder ausstellen:

Reha-Zentrum Lübben - Rathaus Birkenwerder - Rechtsanwaltskanzlei Engelmann in Oranienburg - Galerie Weick in Berlin - Fenster in Oranienburg


Erinnerung an meine große Ausstellung im Rehazentrum Lübben

Abend in meinem Garten

 

Peitzer Ansicht

Gerade fertig geworden:

"Autobahn im Regen"  mit Rahmen 38,5x 28 cm - 40€ VB

Es war ein schöner Tag - auch wenn es wenige Besucher waren, die den Weg zu mir fanden. Aber bei den vielen geöffneten Ateliers, wo sollten all die Kunstinteressierten hin gehen!

Ich hatte liebe Gäste und es war sehr angenehm, mit ihnen ruhig und ohne Zeitdruck ins Gespräch zu kommen, nicht nur über meine Bilder sonder auch über "Gott und die Welt". 

Danke - danke. 

Wer mich besuchen möchte - kein Problem:

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Was es nun alles gibt! Ich teste und experimentiere. 

Zu meiner Studentenzeit gab es einen- EINEN- Laden für Künstlerbedarf. Mein "Solär" war mickrig, 90 Mark Stip im Monat - also war es nicht so schlimm, dass es kaum etwas gab. Mal einen Marderhaarpinsel erworben. Malgrund war immer eine mit Latex als Grundierung versehene Hartfaserplatte aus dem Gemüseladen unter meiner Wohnung - man gab mir da immer was aus Obstkisten. 

Mit der Zeit haben sich bei mir viele Bilder angesammelt. Ich mache nun ganz Verschiedenes, weil ich immer die Technik suche, die meine Gedanken und Gefühle am besten wiederzugeben scheint. Experimentieren macht mir viel Spaß. 

Das mag mit meiner einstigen Ausbildung als Kunsterzieherin zu tun haben, denn da kam es ja darauf an, den Kindern viele Möglichkeiten zu zeigen. Und ehrlich, das war zu DDR-Zeiten echt schwer. Ich erinnere mich noch gut, wie ich einen Berg Scherenschnittpapier in einem kleinen Dorfladen fand und erfreut über die Beute mit zur Schule schleppte.

 

Ich spiele gern mit Sehgewohnheiten und versuche Lösungen zu finden, die ich noch nicht so gesehen habe. Vor allem interessiert mich die Schönheit des Normalen, des Alltäglichen. Wenn wir in der Lage sind sie zu sehen, dann wissen wir auch, wie wichtig es ist, dies alles zu schützen und zu bewahren.

Ich bin gespannt, wer zu mir in den Garten findet, denn dort werde ich einige meiner Bilder zeigen, meine Staffelei mit einem noch unfertigen aufstellen und ihr könnt mich fragen, mir zuschauen, gern eure Meinung sagen und

vielleicht sogar eines kaufen - damit ich Platz für neues habe, bissel mehr Geld und ihr etwas mitnehmt, das euch anspricht, Freude bereitet. Na - wär das was?

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18
Apr
Fantasie

"Denk an was Schönes!"

Das empfahl mir meine Mutti immer dann, wenn ich nicht einschlafen konnte - damals, als ich ein kleines Mädchen war. Mitunter war es in meinem Kinderzimmer aber auch verdammt gruselig! Schaute doch tatsächlich der Teufel aus meinem Spiezeugschrank grinsend heraus! 

 

Jedoch daran war ich selbst Schuld, hatte ich die Schranktür nicht ordentlich verschlossen und die gute Holzkasperpuppe zeigte ihr grün-rotes Gesicht, denn anderen Platz gab es für sie nicht bei all dem Wichtigen im Schrank. 

Merkwürdige Geräusche bummerten in die Stille. Schnell etwas Schönes herbeidenken! Zum Glück ließ der dicke Brummel, mein Teddybär,es zu, dass der kleine Angsthase sich hinein verkriechen konnte. Das gleichmässige Bum-bum-bum wurde ruhiger, galoppierte nicht mehr in meinem Ohr und im Lockenkopf konnte in nahezu absoluter Sicherheit die Suche nach dem Schönen starten. Das kam hervor und begann vor meinem inneren Auge zu tanzen: Mal war es die Vorfreude auf etwas Konkretes, mal das Nachträumen eines Märchens, das selbstverständlich glückvoll ausging. 
Ich begann zu fabulieren. Größer geworden, schrieb ich oftmals auf, was da so in meinem "Köppel" steckte. Das tu ich bis heute. 
Manchmal aber wurden und werden die schönen Geschichten ganz schön lang und, entgegen Muttis Erwartung, rauben sie mir etwas Schlaf. 

Was ich wurde und bin, hat viel mit Muttis Rat zu tun. Mir fiel das vorhin auf. Ich muss es ihr sagen, sie wird dieses Jahr 83. 
Wenn heute der alte hölzerne Gruselteufel mich von meiner Schrankwand herunter angrinst, schmunzele ich über die Kinderängste. Viele Jahre sind vergangen und, normal irgendwie, es kam viel, viel dicker als dieses HUUUU - ICH BIN DER TEUFEL. 
Doch bei allem: "Denk an was Schönes!" 
Ich las und bin, um mit Strittmatters Worten aus einem meiner Lieblingsbücher zu glänzen : "Empfindlich uff die Wörter."

Ich las gern Zweig, Heine, Goethe, Balzac. Musste mich durchkämpfen. Aitmatows Werke, allesamt. Das formte. Noch heute lache ich über Kants "Aula". Darf man das noch zugeben? Christa Wolf, Gisela Steineckert, ihre Sprache mag ich. Mit riesigem Spaß las ich die "Schackelstern"- Geschichten und und und.Ich erwähne einige, weil sie heute zu oft vergessen wurden. Sich mit ihren Werken aus heutiger Sicht zu befassen empfinde ich als lohnenswert. Niemand kann aus seiner Zeit herausspringen, aber sie haben uns trotzdem etwas zu sagen. 

Manche dieser meiner schönen Einschlafgeschichten habe ich wahr machen können. Gut, es wurde kein Doppelstockbus, mit dem ich Reisen unternehmen kann und in ihm übernachten. Ein Minibus tut es sehr wohl auch. Okay, ich wurde keine Prinzessin und kein Filmstar ließ Jungmädchenträume wahr werden. Ist nicht nötig. 
Wer nun meint: OHA, ein Tagträumerchen - nö. Wobei, Tagträume helfen so manche Kreativität in Gang zu bringen. 
Nicht immer war es einfach, das Schöne zu finden, absolut nicht. Jedoch irgendwann kam auf dem dunklen Rumpelgleis dann doch eine Weiche und die Reise führte aus dem Tunnel heraus, wenn man selbst rechtzeitig die Kurve bekommt oder sich zumindest in sie hinein legt. Manches Mal muss ich ordentlich fluchen, kann wütend sein wie als Kind. 
Kritisch sein, ja Mutti, nicht nur träumen und den Teufel an den Hörnern packen, hinten in den Schrank stecken, Tür zu, gut vorher Ordnung schaffen in dem Chaos von 1000 Dingen, dann ist der Blick wieder freier. 

All die Geschichten lassen sich zu Bildern formen. Auch in ihnen träume ich gern weiter oder halte mich an dem fest, dessen schlichte Schönheit ich bewundere.

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Da steht sie nun. 
Die Staffelei. 
Immer im Blick. Und immer wieder schaue ich darauf. Mal von links, mal von rechts. Mal bei Sonnenschein, mal mit Seitenlicht. Manchmal mit dem Staubsauger in der Hand - aber immer: Und nu? 

Kreativ - das klemmt gerade. Oder nicht? `Ne Dampfmaschiieen soll`s nicht werden. Obwohl ja der Steampunk was mit Dampf zu tun hat, vom Namen her zumindest. 
Dampf - Stichwort! Ich sollte Wäsche bügeln. 
Während ich die Jeans meines Enkels auseinander heddernd auf rechts ziehe, glätte, fällt mir auf, wie lang die Hosenbeine in der letzten Zeit geworden sind. Kein Wunder, vor zwei Jahren küsste ich zum Abschied seine Stirn, nun ist es umgekehrt. 
Zeit - das wollt ich unterbringen, irgendwie. 
T-Shirt, muss gebügelt werden - zischhhhh. Ich stehe ja nicht unter Dampf. Wann auch immer dieses Bild fertig wird, ist allein mein Ding. 
Aber- ich lasse das Zischdings stehen, wandere wieder zur Staffelei, da innen irgendwo geistert ein Tun rum. Es ist so eine seltsame Unruhe in der rechten Hand. Neee, die Bügelwäsche! 
Da kann die Hand Sinnvolles tun. 
Sie macht es. Zisch - es duftet nach frischer Wäsche. Diese Bluse ist aber nicht meine. Nö, gehört meiner Tochter. Schön, sie trägt wieder farbig und froh. Die Zeit heilt Wunden, nicht ganz, aber lässt sie erträglich werden. 
Zeit - schon wieder. 
Ich sollte diesen Raum anders gestalten. Die Bügelpresse steht zu dicht an der Staffelei. 
Klick, die Presse stellt sich aus. Glück für mich und meine Mitbewohner. Schlecht für meine Klamotten. Klecks, auf den Pulli - Acrylfarbe kann haltbar sein. Das olle Oberhemd, welches mir als Malerkittel dient, hängt brav an seinem Haken, voll all der bunten Kleckse. Nur eben nicht mit dem verziert, der nun auf meinem Pulli prangt. 
Bügeln - kann ich morgen noch. Ich muss das Bild ausm Kopf, aus der Seele, aus den Gedanken bekommen. Los Kleckselhemd, komm her! 

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