Medizin mit Stock

Natur erleben

10
Ok
Schwer
10.10.2022 14:41

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs, nein, ich habe euch nicht vergessen.

Mein Alltag ist ziemlich beschwerlich und ja, auch ich kann traurig sein und auch wütend und fragen: " Mannoooo muss das noch sein?"

Wenn eine meiner Walkerinnen für immer gehen muss, dann ist es für uns alle stets schmerzhaft. Gemeinsam in der Gruppe verarbeiten wir unsere Trauer. Ja, das Sterben gehört untrennbar zum Leben. Noch halte ich es aus, weil ich mich an all die schönen Stunden erinnere, die ich mit der Walkingfreundin erleben durfte. Dies ist ein unbeschreiblicher Schatz. Danke, danke liebe Monika, dass du zu uns gefunden hattest, dass wir dich achten, schätzen und richtig gernhaben durften. Super, dass du noch nach Zinnowitz mitfahren konntest - so haben wir noch mehr viele schöne Erinnerungen an dich.

Bei mir zu Hause ist dieses berühmt-berüchtigte "Unter-jedem-Dach-ein-Ach" zu gange, doch einen Lichtblick in Form der zugewiesenen Pflegestufe gibt es - daher kann ich für 2023 das Trainingslager planen. Auch wenn die Förderung durch den OSP Neuruppin im nächsten Monat vorbei ist, wir fahren! Zu schön, zu wichtig sind uns diese Tage in Zinnowitz an der Sportschule. Sie sind Kraft- und Mutspender. Wer also mitkommen möchte, kann sich per Email bei mir melden. Aktuell sind wir zu siebent.

 

Wir walken weiter. Im Oranienburger Schlosspark ist auch der Herbst wunderschön. Dieses Jahr staunen wir über Kastanienbäume, die sowohl Kastanien tragen und buntes Herbstlaub als auch Blüten und junge grüne Blätter. Verrückt. 

Genießt den Herbst. Die Natur gibt uns Entspannung, hilft den Kopf und die Seele frei zu bekommen und lässt uns tief durchatmen.

Die Zeit ist alles andere als einfach. Ja, es reichen doch schon all die normalen Sorgen und Probleme. Doch so ein sinnloser und unmenschlicher Krieg ist uns verdammt nahe gekommen. Ja, Kriege gibt es immer und oft nicht nur den einen. Wir spüren nun, nichts ist nur weit weg und irgendwo - es trifft eben nicht immer nur die anderen. Corona hat uns schon viel vor Augen geführt, der Klimawandel ist nur noch von mega Ignoranten zu leugnen, und was Krieg bedeutet, ist vor unseren Haustüren zu sehen - aber geht hinein bis in unseren Alltag. 

Wie das alles bewältigen? Indem es ignoriert wird oder anderen in die Schuhe geschoben? Nur durch Forderungen und diesem "Unser Land zuerst"? Zuerst? Wir können nicht ohne "die anderen" leben - wir brauchen ein Miteinander. Ich gebe zu, mit manchen kriege ich ein Miteinander nicht hin. Geht gar nicht. So manche "Theorie" ist in ihrer Irrwitzigkeit für mich kaum noch zu ertragen. Joi,joi.

 

Suchen und finden wir im Augenblick Glück, Ruhe und Gelassenheit. Tanken wir Kraft und Kreativität für das, was uns tagtäglich um die Ohren fliegt.

Mir fällt da wieder eine Liedzeile ein aus einem Kirchenlied, das ich vor gut 50 Jahren  kennenlernte:

"Fantasie für Gottes Frieden ist heut nötig in der Welt!"

Der Text wurde 1993 geändert in :"Fantasie für Gottes Frieden hilft uns im Chaos dieser Welt". Text von Fritz Müller / Musik Rolf-Dieter Günther.  (c) mundorgelverlag köln

Vielleicht findet ihr den Text. 

Hoffen wir auf Fantasie und Taten für den Frieden in der Welt - im Kleinen können wir alle dazu beitragen.

 

Bis dann - Liebe Grüße an euch alle

Marita

 

 

 

 

 

Die Welt ist ein Irrenhaus....
In der Ruhe liegt die Kraft

Kommentare