Medizin mit Stock

Natur erleben

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Ap
Tag des offenen Ateliers
29.04.2019 16:35

Was es nun alles gibt! Ich teste und experimentiere. 

Zu meiner Studentenzeit gab es einen- EINEN- Laden für Künstlerbedarf. Mein "Solär" war mickrig, 90 Mark Stip im Monat - also war es nicht so schlimm, dass es kaum etwas gab. Mal einen Marderhaarpinsel erworben. Malgrund war immer eine mit Latex als Grundierung versehene Hartfaserplatte aus dem Gemüseladen unter meiner Wohnung - man gab mir da immer was aus Obstkisten. 

Mit der Zeit haben sich bei mir viele Bilder angesammelt. Ich mache nun ganz Verschiedenes, weil ich immer die Technik suche, die meine Gedanken und Gefühle am besten wiederzugeben scheint. Experimentieren macht mir viel Spaß. 

Das mag mit meiner einstigen Ausbildung als Kunsterzieherin zu tun haben, denn da kam es ja darauf an, den Kindern viele Möglichkeiten zu zeigen. Und ehrlich, das war zu DDR-Zeiten echt schwer. Ich erinnere mich noch gut, wie ich einen Berg Scherenschnittpapier in einem kleinen Dorfladen fand und erfreut über die Beute mit zur Schule schleppte.

 

Ich spiele gern mit Sehgewohnheiten und versuche Lösungen zu finden, die ich noch nicht so gesehen habe. Vor allem interessiert mich die Schönheit des Normalen, des Alltäglichen. Wenn wir in der Lage sind sie zu sehen, dann wissen wir auch, wie wichtig es ist, dies alles zu schützen und zu bewahren.

Ich bin gespannt, wer zu mir in den Garten findet, denn dort werde ich einige meiner Bilder zeigen, meine Staffelei mit einem noch unfertigen aufstellen und ihr könnt mich fragen, mir zuschauen, gern eure Meinung sagen und

vielleicht sogar eines kaufen - damit ich Platz für neues habe, bissel mehr Geld und ihr etwas mitnehmt, das euch anspricht, Freude bereitet. Na - wär das was?

Spreewaldmarathon
Tag des offenen Ateliers II

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