Medizin mit Stock

Natur erleben

06
Ju
Trainingslager 2021
06.07.2021 11:22

Hallo an dich und dich und euch!

Ja, ich bin optimistisch und sitze am Computer und bereite das Trainingslager vor. Insgesamt werden wir 14 Personen sein. Reicht. Ich gehe davon aus, dass im September noch solche Unternehmungen machbar sind, zumal nur ausreichend gegen Corona Geimpfte mitkommen. Nein, das ist keine Ausgrenzung - es ist Schutz und zwar für einen selbst und die anderen.

Ja, z.Z. wird darauf hingewiesen, dass auch Geimpfte das Virus weiter geben können und keinen 100prozentigen Schutz vor einer eigenen Erkrankung haben. Ja, wobei gibt es denn überhaupt 100prozentige Sicherheit? Ich will jetzt nicht sarkastisch das einzige Beispiel nennen. 

In meinem Trainingslager geht und ging es nie um das Aufbauen von Höchstleistungen, sondern es geht darum, die Technik des Nordic Walken zu überprüfen und zu verbessern. OnkoWalking - also diese spezielle Form des Nordic Walking - ist so vielfältig wirksam für Körper und Psyche (das kann man ja eh nicht trennen), dass ein Trainingslager immer gut tut. Wir walken nicht nur gemeinsam, wir machen nicht nur Gymnastik - Lachen, Spaß und der Besuch touristischer Ziele oder kultureller Veranstaltungen gehören unbedingt dazu. Eisessen, gemütlich beieinander sitzen, schnattern - das alles tut der Seele gut. 

Willst du es genauer wissen, ich habe dir in meinem Buch " Lass mich mit einem Kamel Lambada tanzen " viele Argumente für diesen Ausdauersport erläutert, z.T. mit wissenschaftlichen Belegen.

Jaaa mit WISSENSCHAFT - ich lehne mich so weit heraus. Warum ich Wissenschaft vertraue? Also... wie fange ich an?

So: Heute fragte mich wer, keine Ahnung wer das wirklich war, ob ich Wissen hätte und nicht nur Glauben und Hoffnung. Oh ich sehe gerade, mutig mutig, diese "Dame" hat mich blockiert bei Facebook. Sehr gut. 

Wie also ist das mit dem "Ich denke selber." Nun es kann doch niemals ein anderer für mich denken. Ich schiebe meine Neuronen im Gehirn an. Okay, es ist anders gemeint. Ich frage mich, ob diejenigen, die Wissenschaft gerade im Zusammenhang mit Corona in Abrede stellen, ob sie auf dem selbst gebauten PC oder so und mit eigener Software schreiben. Und woher sie eigentlich unsere Sprache kennen? Selbst erdacht? Nee, garantiert nicht. 

Gut, selbstverständlich fresse ich nicht alles, was wissenschaftlich fundiert sein soll, in mich heinein und tröte es herum. Weil

1. Diese Behauptung nicht immer stimmt.

2. Weil ich noch offene Fragen habe. ODER

3. Weil ich Zweifel an der Kompetenz des Wissenschaftlers habe. 

Aber soll man nun generell misstrauen? Hmm... ich würde jetzt frech schreiben, ich lasc...ere nicht. 

Wissenschaft ist wie Kunst. Ehrlich. Beide ringen um ein Abbild der Realität. Und beide hinterfragen, können öfter feststellen, dass sie auf falscher Spur sind, revidieren - aber können auch aufzeigen, was sie festgestellt haben. Nur Künstlern fällt das Beweisen schwer. Wissenschaften haben dazu Methoden. Aber dieses "Gegen-Wissenschaft-Sein" und dieses "Genau-Besser-Wissen" - mein Vorschlag, erkundigt euch mal, wie viele Jahre gelernt, studiert werden muss, um zum Beispiel Virologe zu werden oder welche Referenzen vorliegen. Dann Promotion, Habilitation, Professur - jetzt mal ehrlich, da kommste mit 10. Klasse lange nicht ran. Aber mit etwas Bildung und so kann man manches nachvollziehen- zum Beispiel worin der Unterschied zwischen Bakterium und Virus besteht, was Zoonosen sind und wie Infektionen erfolgen. Himmeldonnerwetter - ich stelle auch meiner Frisöse nicht in Abrede, dass sie bezüglich meines Haares Fachfrau ist!

Künstler übrigens sind Seismografen der Gesellschaft - keine Ahnung, wer das mal sagte. Aber es stimmt, schaut man sich viele Bilder von Künstlern an.  Ich bezeichne mich nun nie als Künstlerin, aber mein "Mauerbild" , das zum 30. Jahrestages des Mauerfalls für unseren ArtRoom entstand, lässt so manche seismografische Schwingung ahnen. 

 

Was z.B. Corona betrifft, beobachte ich seit Anbeginn, was Fachleute = Wissenschaftler uns mitteilen. Nun treibt diese Pandemie bereits so lange ihr schlimmes Unwesen, dass ich schon einschätzen kann, ob sie mit ihren Prognosen, Warnungen usw. völlig daneben lagen. Warum soll ich nun deren Wissen nicht schätzen, dem nicht vertrauen, die verdammt noch mal leider Gottes Recht hatten? 

Ehrlich, tun mir die Füße weh, geh ich nicht zum Ornitologen. Und wenn mein Auto kaputt ist, könnte vielleicht der Maurer auch was wissen, aber bei der Technik ist mir die Fachwerkstatt besser geeignet, selbst wenn sie manchmal zwei Mal braucht.

Leider begegnete mir das oft genug:

Sag bloß nie: "Sei nicht sauer, aber das ist mein Fachgebiet," oder "das hab ich studiert". Geht gaaaar nicht. Nur jetzt mal unter uns, soll ich z.B. in meinen Texten hanebüchene Rechtschreib -oder Grammatikfehler akzeptieren, weil ich nicht mitteilen darf, dass ich Diplomlehrerin für Kunsterziehung und Deutsch geworden war - also richtig mit Studium an der Humbold-Uni? Das heißt doch nicht, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe. Das bedeutet nicht, dass mir keine Fehler unterlaufen (schau ich in mein Buch, da ballern mir oft genug welche vor die Nase, Tippfehler, die ich überlesen hatte). Und auch mein Blog ist niemals fehlerfrei. Ich weiß als "Fachfrau" nämlich auch, wie kompliziert unsere Sprache ist. Erst recht nach der Reform der Reform... Trotzdem: Die indirekte Rede wird noch immer mit dem Konjuktiv dargestellt und es sind nicht alle Regeln nach Schreib-wie-du-denkst gestaltet. Warum darf ich nicht mein Wissen nutzen und Fehler korrigieren?

Was nun rechtfertigt, dass ich ein Buch über Krebs, über Ausdauersport, über Nordic Walking usw. geschrieben habe?

Diese Frage ist absolut berechtigt. Ich beantworte sie so:

1. Ich schreibe aus eigener Erfahrung - als Patientin, als OnkoWalkerin und als Kursleiterin, Trainerin.

2. Ich habe jahrelang beobachtet, vieles gelernt und Antworten gefunden (durch Selbstdenken ;-) ) sowie von Sportwissenschaftlern und Onkologen u.a. erfragt. 

3. Es geht darin nicht nur um mich, sondern viel mehr um das, was meine Tätigkeit seit 2010 für andere nahezu tagtäglich bestätigte oder mich lehrte. 

4. Ich habe Bücher gelesen und Leute ausgefragt...

5. Ich stelle von Anfang an klar, wer ich bin, worin meine Kompetenzen liegen und gebe definitiv weder Heilaussichten noch medizinische Therapien bekannt. Aber Denkanstöße -weil ja jeder selber denken kann.

Tja. Klar, du kannst es kritisch betrachten - lies es. Ich stehe dir gern Rede und Antwort!

 

Zum Abschluß ein super Zitat von Wilhelm Busch:

"Wenn einer, der mit Mühe kaum

Gekrochen ist auf einen Baum,

Schon meint, dass er ein Vogel wär,

So irrt sich der."

 

Alles Liebe usw.

Deine / Eure Marita

 

 

 

Ich will dir was erzähl`n
Im Anfang...

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