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Unser Trainingslager
21.09.2021 12:20

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich freue mich, euch begrüßen zu können. Wir sind nun schon aus unserem langersehnten Trainingslager zurück. Und weil es soooo klasse war, haben wir bereits für 2022 reserviert und zwar für eeiiiineeee Woche, von Montag bis Montag.

Dass alle Teilnehmer dies begrüßten, sagt eigentlich schon genug aus. Oder?

Klar, unser Trainingslager punktet schon einmal durch unser Quartier: Sportschule in Zinnowitz. Die Sportschule liegt ganz nah an der Ostsee und verfügt nun über moderne Räumlichkeiten, Sporthallen - darf ich weiter schwärmen? Ich meine, sonst wird es da so gefragt, öööhm. ;-)

Aber auch in den Jahren vor der Sanierung war ich sehr gern dort. Jetzt ist es natürlich schick, Doppelbettzimmer und Einbettzimmer hatten wir, Toilette und Dusche dazugehörig. 

Am 16.9.2021 reisten wir also an. Die meisten konnten zum Mittagessen vor Ort sein. Danach war genug Zeit um durch Zinnowitz zu stromern, die ersten tiefen Atemzüge Seeluft zu tanken und sich zu freuen: Endlich konnten wir wieder dort sein.

Wir - also ich stelle fix vor: Wir waren 15 Personen plus einem süßen Hundchen. Selbstverständlich waren alle vollständig geimpft. Niemand von uns mag sinnlos Risiken eingehen und was Schwer-erkrankt-zu-sein bedeutet, wissen wir aus eigener Erfahrung.

Wegen des Hundchens wohnten Birgitt und Siegbert "umme Ecke". Damit bezogen also 13 in der Sportschule Quartier. Sonja, wir kennen uns, wie sie ausrechnete, nun 20 Jahre - ist immer wieder während der OnkoWalking-Trainingslager meine Co-Trainerin, die sich besonders dem Stabi-Training widmet und unsere Moni als Personal Trainerin unter ihre Fittiche nahm. Moni, die sich unsere Schnecke nennt, ist unheimlich stark, auch wenn sie sehr schwer Luft bekommt, nur kurz und langsam walken kann - was sie sich durchkämpft und nicht aufgibt, das ist sooooo stark!

Aus meiner kleinen Gruppe in Cottbus waren Angelika und Jana dabei. 

Marion, sie war die erste, die 2013 mein OnkoWalking-Training annahm, und ich brachten jeweils unsere Mutti mit. Unsere Muttis benötigten dringend eine Auszeit. Herrlich, wie sie diese Tage genießen konnten. Der doofe Lympharm meiner Mutti war zwar bös dick, aber schwoll etwas zum Sonnabend hin ab. Uff...

Eine Neue konnten wir begrüßen - sie wollte Nordic Walking kennenlernen. Ich kann lobend erwähnen, sie lernte sehr schnell.

Randi, Anne, Moni, Angela walken sonst mit mir regelmäßig im Oranienburger Schloßpark mit.  Dieter, Randis Mann, war der zweite männliche Part in unserer von Frauen dominierten Gruppe. 

Der Donnerstag begann, natürlich nach einem ausgiebigen Frühstück, mit Koordinationstraining am Strand. Am Freitag war Sonja in der kleinen Halle als Trainerin dran und ließ alle auf den Matten ordentlich ackern.

Am Donnerstagnachmittag walkten wir los - die Kaffeepause wurde leider zu lang, wir warteten geduldig, geduldig... bis die Unruhe uns voll erwischte. Nach Veto von Randi schaffte es der überforderte Kellner dann doch uns zu bedienen. Tja, wir mussten dann leider schon zurück, das Abendessen wartete. Danach fanden wir endlich Platz in einem der Seminarräume und besprachen nun Wichtiges für die kommenden Tage. Klingt anstrengend - war es aber nicht. Wo wir sind wird gelacht.

Sonnabend war Äktschen - alle, die es sich gesundheitlich zutrauen konnten, walkten nach Koserow. Die anderen nutzten die Bäderbahn. Jana und Angelika liefen später wieder am Strand zurück nach Zinnowitz, die anderen zogen dann doch die Bahn vor.

Weil ich formulierte "gesundheitlich zutrauen" - für einige wäre es aufgrund ihres aktuellen Gesundheitszustandes eine Überforderung gewesen und die nützt nichts. In unserer Gruppe waren insgesamt 7, die einst an Krebs erkrankt waren, 2 mit Fibromyalgie, andere, die sich dringend erholen mussten. Die Bilder zeigen es - Spaß und gute Laune waren unsere ständigen Begleiter.

Karola, die noch nie Nordic Walking bisher gemacht hatte, stellte fest, dass so ganz ohne direkte Anleitung diese Sportart nicht zu erlernen ist. Ich erklärte ihr all die positiven Wirkungen, die in der Technik des Nordic Walking begründet sind. Das eigene Erproben konnte ihr so manches zeigen. Und beim Mattentraining war sie schon erstaunt, was die anderen trotz allem leisten konnten. 

(Gerade bekomme ich einen Anruf, dass meine Nordic- Walking-Einführung an der VHS in Cottbus aufgrund der Anmeldungen dafür wieder nicht stattfinden kann. Tja, leider glauben zu viele, sie könnten es sich allein beibringen - was ich dann zu oft sehe, wenn sie umher stöckeln. Karola jedenfalls hatte fix gemerkt, ohne meine vielen Tipps würde sie uneffektiv mit den Stöcken hantieren.)

Übrigens, der Onkologische Schwerpunkt Neuruppin will dieses Trainingslager noch finanziell unterstützen! Vielen Dank schon mal!

Dann bleibt / werdet gesund!

Bis demnächst

Eure Marita

Vorfreude

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