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Ma
Unser Trainingslager 2022
30.05.2022 15:49

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs!

Es dauerte im Grunde zu lange, bis ich euch heute meinen Bericht unseres Trainingslagers vorstelle. Jedoch haben familiäre Probleme mich daran gehindert. Nun also fix und endlich mein Bericht.

Jeden Tag freue ich mich, dass dieses Trainingslager stattfinden konnte, denn nicht nur ich habe in dieser Zeit viel Kraft gesammelt. Einen ganz besonderen Gruß senden wir unserer Moni, die mit uns eine sehr schöne Zeit in Zinnowitz verlebte und nun nach einer großen OP noch auf der Intensivstation liegen muss. Wir alle umarmen dich in Gedanken und jede schickt dir eine Portion Kraft und Liebe!

Wir alle wissen, Moni ist eine enorme Kämpferin und voller Kreativität-  so konnte sie zwar nicht mit uns walken, aber auf ihrem Roller absolvierte sie sogar die Strecke zum Büffet und ließ sich nicht unterkriegen!

Obwohl nicht alles wie geplant verlief, taten diese Tage uns zehn Teilnehmerinnen und einem Teilnehmer gut und war erholsam.

 

Geplant war, dass meine Freundin und Co-Trainerin wieder mit dabei sein sollte und mich vor allem bei der Gymnastik unterstützt. Wir beide verstehen uns seit vielen Jahren „blind“, so gut, dass die Mädchen, die wir beide einst gemeinsam in der Leichtathletik trainiert hatten, es sehr rätselhaft fanden, wie wir es schafften uns stets einig zu sein: Stand Sonja am Weitsprung und ich agierte beim Wurf, die Kinder sparten sich erst die eine, dann die andere zu fragen, weil sie stets die gleiche Antwort bekamen. Nun ich schweife ab. Leider musste Sonja auf der Hinfahrt umdrehen, da ihr Papa gestürzt war und ihre Hilfe dringend benötigte.

So kehrte ich mit Beifahrerin Pia wieder um und holte Moni ab, die auf Sonja wartete, da sie von ihr nach Zinnowitz mitgenommen werden sollte. Es war zwar etwas kuschelig nun auf den drei Sitzen, mehr hat mein Auto nicht, aber meine beiden Beifahrerinnen sind nicht sehr raumeinnehmend.

Die Sportschule in Zinnowitz ist seit vielen Jahren der Ort meiner Trainingslager. 2019 ergab es sich zufällig, dass unser OnkoWalking-Trainingslager zu dem Zeitpunkt der Wiedereröffnung der umgebauten und sanierten Einrichtung stattfand.

Und wie im vergangenen Jahr unterstützte der Onkologische Schwerpunkt Brandenburg/ Nordwest e.V. das Trainingslager auch dieses Jahr finanziell. Seit vielen Jahren fördert diese Einrichtung, besonders genannt seien Herr Dr. Buchali und Herr Michelis, auf der Basis von Fördermitteln durch „Rudern gegen den Krebs“ mein OnkoWalking. Ohne diese Hilfe hätte ich es bis hier und heute schwer durchhalten können. Also danke, danke von uns!

 

Zum ersten Mal waren wir acht Tage in „Äktschen“. Der Grund: Fast alle sind Rentner nun und die vergangenen Trainingslager gefielen so, dass ich gebeten wurde, doch noch ein paar Tage mehr zu buchen. Es funktionierte prima! Alle kamen gut miteinander klar. Und bei DEM Quartier – nee, da gab es nichts zu klagen. Das Team der Sportschule kam uns so entgegen, der Koch ließ sich manch Leckeres zum Abendessen einfallen und auch die Rezeption war immer für uns da – einfach spitze! Petrus unterstützte uns ebenfalls.

 

Täglich bot ich zwei Trainingseinheiten an: Vormittags war es meist ein Techniktraining und am Nachmittag walkten wir in einen der Nachbarorte. Klar, dort machten wir kulinarische Pausen. Am Mittwoch hatten wir richtig Glück: Um 16.00 Uhr wird auf der sehenswerten Seebrücke die Sage von Vineta vorgelesen und im Anschluss läuten die auf der Brücke in einem Turm befindlichen Vinetaglocken. Wir kamen, ohne davon auch nur etwas zu ahnen, gerade rechtzeitig an und waren tief beeindruckt.

Wir besuchten die Sandskulpturenausstellung in Trassenheide. Einige fuhren nach Heringsdorf und genossen die Aussicht vom Baumwipfelpfad. Um den Text nicht zu lang werden zu lassen, zeige ich euch weiter unten eine Collage.


Interessant war, dass ab Donnerstag viele junge Boxer und Boxerinnen aus mehreren Ländern anreisten, um den Internationalen Ostseepokal (einer Europameisterschaft entsprechend) zu kämpfen. Wir lernten polnische Gentleman kennen (so stellten die Jungs sich vor), die uns die Tür aufhielten, sahen bei einigen Kämpfen zu und erlebten die Begeisterung der jungen Athleten wie auch die Aufregung der Trainer bzw. Trainerinnen und Betreuer am Ring.

Täglich legten wir gut 10km zu Fuß zurück - vormittags fand eine überwiegend technische Trainingseinheit statt, nachmittags meist ein "Ausflug". Abends saßen wir im gemütlichen Gemeinschaftsraum und hatten viel Spaß. 

Im nächsten Jahr möchte ich wieder ein Trainingslager organisieren und durchführen. Es ist zwar auch anstrengend und mit viel Arbeit verbunden, jedoch ist der beste Lohn zu erleben, wie es alle genießen und diese Zeit ihnen Mut und Kraft gibt sowie eine Auszeit darstellt von all dem, das weh tut, Kummer bereitet oder Angst macht. Und wenn so viel gelacht werden kann und viel Spaß dabei ist – was will ich noch mehr?

Was OnkoWalking kann, warum ich mich damit befasse u.v.a.m. beschreibe ich in meinem Buch „Lass mich mit einem Kamel Lambada tanzen“. Darin stelle ich euch ebenfalls einige „meiner“ Walkerinnen vor, die auch dieses Jahr in Zinnowitz dabei waren.

Nun zehre ich weiter von diesen herrlichen Tagen und bis denn mal wieder!

Eure Marita 

 

 

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