Medizin mit Stock

Natur erleben

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Se
Ursache - Wirkung
29.09.2020 11:46

Hallo du!

Gestern war, wie nahezu an jedem Montag seit 2013, Walkingtraining im Oranienburger Schlosspark.

Dieser Park ist optimal - die große Runde beträgt fast 2.500 Meter. Vor allem aber ist er schön und jedes Mal, wenn wir dort sind, können wir Neues entdecken. Schon allein das tut unserer Seele gut.

Meist stehen die Walkerinnen schon am Treffpunkt und winken mir zu. Leute, ich hab den schööööönsten "Job" mir selbst geschaffen. Wirklich. Okay, finanziell nicht gerade gut, aber für mich da so Innen super. Nun muss man abwägen. Die Wertschätzung, die ich erfahre, ist sehr motivierend und macht mich glücklich. Ich hatte Arbeit, vorher, da war es mit Wertschätzung so eine Sache. Doch das will ich nicht weiter ausführen.

In meinem Buch "Lass mich mit einem Kamel Lambada tanzen" stelle ich meine Beobachtungen hinsichtlich der Bedeutung dieser Wertschätzung für die eigene Gesundheit, für Mut und Vertrauen dar. Kannsde selbst lesen. ;-)

Um etwas einschätzen und bestenfalls wertschätzen zu können, schaue ich mir diese Kausalität "Ursache - Wirkung" an. Ich meine das so: Meine Onkologin tat mir echt `ne Menge an: Brust abgenommen, Chemo-, Strahlen-, Herceptin- und Hormontherapie verpasst. Schön ist wirklich anders.

Ähm. Du schüttelst deinen Kopf? Freut mich. Genauso: Das, was die Onkologin verordnete, war nicht die tatsächliche Ursache dafür, dass es mir sehr oft über Jahre beschissen ging. Es war die Reaktion auf diese Diagnose: Brustkrebs, vier Stellen in einer Brust. Rums.

Sie war letztlich, nach meiner Freundin Ute, die als Radiologin diese Diagnose zuerst stellen musste, die Überbringerin etlicher Nachrichten, die mir zu 80 Prozent absolut nicht gefielen. Doch - sollte ich sie dafür "köpfen"?

Meine Mama, ich nenne sie öfter in meinem Buch, meine Mama also sagt mitunter: "Lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende." Ich zähle als geheilt, mein Krebsrisiko ist das normal durchschnittliche nun. Klar, ich bin nun nicht so komplett - rein optisch. Sieht aber nicht jeder, ist ja kein Arm oder Bein ab. Also...

Mama hat den doofen Brustkrebs auch besiegt. Wir hatten eben Pech und jede ihre eigene Krebserei.

Hier zwei Fotos von uns - das erste von 1961. Ich halte mein Schwesterchen im Arm. Das daneben muss von 2015 sein. Jetzt ist Mama 84 und ich bin zwanzig Jahre jünger. 

 

Ähm. Wir haben besiegt. Doch ich muss gerecht sein: Allein hätten wir das nicht geschafft. Definitiv nicht. Wir brauchten diese Schulmedizin - wir machten mit unseren Ärzten gemeinsame Sache. ABER wir haben, jede für sich, Verantwortung für uns selbst übernommen.

Das fiel mir heute so ein. Wobei?

Ich hörte Nachrichten darüber, was die Regierung an Maßnahmen vor hat. Nun, was ist davon Ursache - was Wirkung? 

Ich wünsche uns allen ein baldiges Ende dieses Schreckens. 

Schöne Woche voller Vertrauen, Mut und Optimismus!

Deine Marita

 

Zu den Fotos: (c) Marita Bauer - "Hoffnung" und "Herbst"

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