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Von Regeln und Optimismus
13.10.2020 12:05

Hallo DU! 

Ich tippsel einfach mal weiter. Heute bekam ich, so vor 20 Minuten, ein dickes Lob, das runter ging wie Öl: "Deine Artikel kamen immer sehr gut an. Das und dich vermisse ich." 

Also hau ich jetzt noch mutiger in die Tasten und schreibe meine Artikel hier - ohne dass... nunja...

Wie ich ja öfter gestehe, ich kann mich manchmal nicht bremsen. Zum Beispiel mit `nem Kommentar bei Facebook. Hmm. In dieser Corona-Zeit ist es oft genug so mit mir. Mir wurde heute innerlich so gemein kalt bei dem Gedanken, jetzt, draußen waren es 3 Grad, lüftet man wiederholt in der Schule richtig schön mit Durchzug und meine Enkelkinder sitzen da so drin, denn sie gehen nun alle drei zur Schule. Andererseits - ob es wirklich die Lehrer so machen, alle zwanzig Minuten? 

Auch wenn ich nu schon über vierzig Jahre keine Schülerin mehr bin und 30 Jahre nicht tagtäglich als Lehrerin arbeite - ich erinnere mich trotzdem daran, wie manche Schreibblätter umher flogen und ja, wie kalt es sich bei meinem Lehrer Herrn X anfühlte, wenn er tüchtig lüftete. Dabei - ich bin wirklich keine Frostbeule, nö. Mein Nordic Walking Training findet so lange statt, bis uns die nunja Popel inne Nase anfrieren. ;-) 

Am Sonnabend, ich kam vom OnkoWalking Training aus Branitz heim, fuhr ich mit den geforderten 40 km/h Höchstgeschwindigkeit auf der Abfahrt bei Stolpe gen Hohen Neuendorf in dieser kurzen aber engen Kurve links in der Spur, weil ich wollte ja da weiter, bretterte rechts ein weißes, scheinbar nagelneues Auto an mir vorbei, scherrte in den paar Metern zur Ampel wieder vor mir ein und raste davon. Ochjaaa, ähm ich bin eigentlich nicht schadenfroh - doch es erfreute mich sehr, als ich nahe der Tankstelle in Hohen Neuendorf sah, dass der junge Mann dort wohl schon von der Polizei erwartet worden war und er nun Rechenschaft ablegen musste. 

In dieser Abfahrtskurve von der Autobahn dort bei Stolpe hatte ich vor ein-zwei Wochen um die gleiche Zeit drei Wildschweine fast vorm Auto. Aber nicht nur das war der Grund, wieder "nur" die zugelassene Höchstgeschwindigkeit zu fahren - nee, ich hab im allgemeinen kein Problem mit Regeln. Das, so erkläre ich es mir, muss am Sport liegen. Denn da gibt es die auch. Wer z.B. bei einem Nordic Walking Wettkampf die Stöcke untern Arm hat, um schneller rennen zu können, verstößt gegen Regel und Fairness. Und damals, bei der WM in Roding, mussten diejenigen ausscheiden, die nicht im Wechsel je einen Stock auf dem Boden hatten bzw. bei denen nicht zu sehen war, dass sie sich mit dem Stock auch abdrücken. Es durften einige aufhören. 

Übrigens, in meinem Buch "Lass mich mit einem Kamel Lambada tanzen" berichte ich von meinem Abenteuer WM- Halbmarathon. Dieses Erlebnis ist noch heute wichtig für mich. Warum? Kannst du gern nachlesen! ;-)

Was aber nun soll meine Überschrift - was haben Regeln und Optimismus miteinander zu tun?

Ich meine es so: Wenn es mir gelingt, Regeln zu akzeptieren, muss ich nicht so viel herum meckern und nörgeln, sondern gehe davon aus, dass es seinen Grund hat, dass es sie gibt und ich das Beste daraus machen sollte. Manche muss ich nun mal akzeptieren, weil ich sonst irgendeinen Schaden nehmen würde. Punkt. Ob mir die rote Ampel nun gerade gefällt oder nicht. Sie leuchtet und hat`s Kommando. Und wenn beim Staffellauf der Kinder das Mitlaufen im Innenraum untersagt ist, dann ist man allein selbst Schuld, wenn das Team des eigenen Kindes disqualifiziert wurde, weil Mama sich nicht dran halten konnte. So einfach kann es sein!

Nun kommen all jene, klaro, die meinen, man muss Regeln hinterfragen, nicht alles annehmen. Ja. Klar. Doch lass es mich so erläutern, was ich meine: Stell dir vor, bei deinem Nachbarn boomt gerade die Magen-Darm-Grippe. Die Familie liegt bis auf Karlchen flach, hat den K..-eimer am Bette stehen. Nun will Karlchen unbedingt mit deiner Karoline spielen und zu euch rüber kommen. Wie entscheidest du dich? Bestimmt sagst du NEIN. 

Meinen Keuchhusten bekam ich vor vielen, vielen Jahren von Spielkumpel Klaus. Seine Mutter muss seinen bellenden Husten überhört haben und ließ ihn damit zu uns kommen. Als meine Mutti es hörte, war das schon zu spät, wie wir ein paar Tage später mitbekamen. Ich schmiss bei einem schlimmen Hustenanfall, in der Angst zu ersticken, eine Vase an die Wand. Meine Schwester, nicht mal ein Jahr alt, bekam den Keuchhusten auch. Wie oft hatte Mutti Angst, das Baby könnte ersticken.  Tja.  Du ahnst, worauf ich hinaus will? Wenn MeckPom und Brandenburg u.a. sagen: "Nö, ihr kommt jetzt mal nicht so her zu uns, weil bei euch zu Hause Corona sehr heftig agiert ," dann fällt mir immer der beschissene Keuchhusten ein. Ich verstehe das.

Viele Regeln kann man optimistisch betrachten, wenn man einen Perspektivwechsel macht und versucht, aus der Sicht des anderen die Maßnahme zu verstehen. (Ich gebe in dem Zusammenhang zu, dieses Thema Reisen-Urlaub kann ich nicht mehr hören/lesen.) Nicht immer und nicht alle  Regeln- aber dieses permanente DAGEGENSEIN, dieses Gequatsche vom Mainstream, dieses SCHULMEDIZIN IST DOOF... da schreib ich jetzt mal: Denk bitte drüber nach. Wem nützt es - wem schadet es. Oder nimm nur WARUM?, das stand übrigens oft während meines Unterrichtes an der Tafel. 

So. Was ist Perspektivwechsel? Du ahnst es, in meinem Buch ist es nachzulesen. 

Vielleicht hilft dir auch, manches als "Es ist nun mal so" zu akzeptieren und mit Resilienz zu reagieren, d.h. nicht Wehklagen sondern so Tun, dass du damit gut hinkommst. Denn:

JEDER TALER HAT IMMER ZWEI SEITEN!

 

Lieben Gruß an dich, dich und.... 

Marita

 

Der Herbst steht auf der Leiter
Es herbstet

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