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Weihnachten
14.12.2020 10:33

Ich grüße DICH!

Das waren ja wieder Tage seit unserer letzten Begegnung hier! Joi joi joi.

Ich meine damit nicht die Jagd nach Geschenken. Nö. Weißt du, wenn ich im Oktober schon mit "Stihilllle Nacht" beim Einkauf begrüßt werde, möchte ich am liebsten mit einer Schalmeienkapelle eintreten, die laut dagegen bläst - irgendwas Fröhliches, Lustiges.

Aber, aber .... Geschenke. Warum schenken wir? Um anderen eine Freude zu bereiten und ihnen damit unsere Wertschätzung zu zeigen. Leider habe ich nicht die Möglichkeit, all jene zu beschenken, denen ich das zeigen will - also meine Wertschätzung.

Hmm. Hab ich die nicht? Moment, in meinem Buch "Lass mich mit einem Kamel Lambada tanzen" definiere ich doch Wertschätzung. Und das hat nichts mit Geschenken zu tun, ich meine jene, die ich kaufen kann. Ich glaub schon, dass ich die Wertschätzung, die ich anderen entgegen bringe, ihnen zeige - und das nicht nur zu Weihnachten.

(Ich schreibe "zu Weihnachten" , an dieses "an Weihnachten" kann ich mich nicht gewöhnen. ;-) )

An einige Geschenke, die ich erhalten habe im Laufe der 64 Weihnachten, erinnere ich mich gut. Da war die Puppenstube (MIT KLINGEL UND LICHT!), von Papa gebaut, von Mama liebevoll eingerichtet. Wie oft haben wir damit gespielt. Und schon am Heiligen Abend klingelte es nahezu ohne Pause, als meine Freundin Pitti und ich dieses zauberhafte Geschenk nutzten. Lange, lange kam dieses Puppenhaus mit mir mit. Später baute ich es für meine Töchter um, jedoch ohne Klingel. Ähm iche und so.

Ein anderes Weihnachten stand ein Tierpark da. Tiere mit Fell! Papa hatte viele Stallungen gebaut und am besten war der Löwe. Seine kuschlige Mähne - ein Traum. Auch meine Kinder liebten ihn. Einiges habe ich noch immer auf dem Dachboden. 

Ja, dann das Puppenbett.

Mit dem spielten noch meine Töchter begeistert.

Bemalt hatte ich es  später für sie, weil meine Schwester und ich es sehr oft  und temperamentvoll in Benutzung gehabt hatten. 

Aber eigentlich, eigentlich war es das Schönste, dass meine Eltern mehr Zeit für uns hatten. Und diese ganze Atmosphäre - der Duft des Baumes, die kribbelnde Neugier, die Geborgenheit, das Licht der Kerzen. Und die LIEBE! Genau die!

Was war ich später enttäuscht, als die traumhaft schöne Nordmanntanne, echt teuer, im Wohnzimmer stand und nicht, gar nicht nach Weihnachten duftete. Daher entschied ich mich für die "Plastehallelujastaude" und stelle nun immer frisch geschnittene Zweige in eine Vase - und der Duft ist wieder da. (Dieses Jahr wird mein Baum nostalgisch, ich habe Kugeln erworben, die fast so alt sind wie ich. Sie passen super zu jenen, die ich seit Jahren wie einen Schatz hüte.)

Als ich Mutter geworden war,  fanden wir es am Schönsten, wenn ich morgens am 25. mit meinen Kindern, noch im Nachthemd, unterm Weihnachtsbaum saß und wir gemeinsam spielten, sangen oder einfach nur in den Baum schauten. Schiet was auf Zeitdruck, wobei die Oma... neneneee. ;-)

Als dann die Werbung kam mit "Ein MUSS für jeden" und "Die Nachbarn werden Sie beneiden" und manches Geschenk vor allem deswegen eintrudelte, weil Frau X. das ebenfalls verschenkte.... ufffff. Vor einigen Weihnachten diskutierte eine Dame aus München in einem Seniorenforum, wie viel Geld ein Weihnachtsgeschenk wert sein müsste. Sie fand 500 Euro angemessen (pro Person). Man "einigte" sich in dem Forum auf  "es sollte schon viel sein, wie man eben kann". Ehrlich, diese Dame sollte unbedingt niemals die Preisschilder von ihren Geschenken abmachen. 

Und nun? Ab Mittwoch ist dieser Lockdowon oder ist es ein Shutdown? Verständlicher: Sind all die lockenden Konsumtempel geschlossen.  Bis dahin? Gottseidank sehe ich das hier in "meinem Wald" nicht.  Ich meine, dieses Rennen, Drängeln, Jagen - was mich schon seit Jahrzehnten richtig , achwat ich schreibs , ankotzt. 

Mit Mama machte ich einst sehr gern Weihnachtseinkäufe. Ja. Weil ich dann die mit zauberhaften und oft sich bewegenden Märchenfiguren gestalteten Schaufenster bewunderte. Weil ich mich in Mamas Pelzmantel beim Staunen hineinkuschelte, der Schnee fiel und ich so richtig beschützt war. Ich träumte mich dabei in den Zauberwald hinein. Deshalb.

Mag sein, du meinst nun, ich passe nicht in diese Welt. Das ist nicht so falsch.

Meine Weihnachtsgeschenke liegen eingepackt da. Für drei Töchter plus ihren Partner und drei Enkelkinder. Die 500- Euro- Marke geht mir da vorbei, worauf ich sitze. Ich möchte ihnen etwas ganz Persönliches schenken bzw. etwas, was zu ihnen passt. Und ich packe mit ein: ganz viel Liebe, Danke und Wertschätzung.  Was sind da 500 Euro?

Wir werden uns Weihnachten nicht direkt sehen. Aber isoliert - nö. Das Jahr hat 365 Tage, mindestens. Ausserdem haben wir Handys, Internet usw.

Der angeblich "harte Lockdown" ist nun eine doch noch milde Ausgangssperre- na eher Behinderung. Schauen wir uns andere Länder an, also wer sich nun eingesperrt fühlt, ehrlich, der ist dies in sich selbst. Mich überraschte diese 2. Welle keinesfalls. Warum? Weil wir Menschen schnell leichtsinnig werden, weil viele Menschen schnell verharmlosen usw.  Ich jedoch schlafe nun besser. Weil meine Enkelkinder nicht in die Schule müssen und meine Kinder besser geschützt sein können. Weil nichts wichtiger ist, als das größte Geschenk, das wir alle nur einmal bekommen: 

DAS LEBEN!

Mein "Job", besser meine Berufung, zeigte es mir zu oft, was es Wert ist dieses Leben und wie verdammt schnell so eine Lebenskerze umfallen und verlöschen kann. Ebenso weiß ich sehr gut, was Weihnachten ohne ausreichende Gesundheit taugt. 

 

Der Titel meines Buches ist nun keinesfalls so zu verstehen: "Lass mich alles machen, was ich will."

Es kommt immer im Leben auf das Maß an. Doch was ist das Maß?

Ich erinnere mich an einen Weihnachtsgottesdienst. Dort auf der Kanzel stand der Pfarrer und fragte die Kinder, was denn das Wichtigste zu Weihnachten sei. Omi, es war das einzige Weihnachten, an das ich mich erinnern kann, an dem sie dabei sein durfte, Omi flüsterte mir ins Ohr: "Das Licht." Und nochmals: "Sag ruhig: das Licht." Nö. Iche niche. Ich hätte eher gesagt: "Omi flüstert gerade: das Licht." Also schwieg ich. Mit fremden Federn mochte ich mich noch nie schmücken.

Klaro, Omi hatte Recht. 

" Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." Joh. 8,12

Tja, da kiekste - ich Heidin kenn das. ;-)

Mir fällt dann noch die Szene ein, die ich damals im Religionsunterricht richtig klasse fand. Ahnst du es? Es ist diese:

 Dann ging Jesus in den Tempel, jagte alle Händler und Käufer hinaus, stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um 13 und rief ihnen zu: »Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: ›Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein‹,[a] ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus!«

Markus 11,15‒19Lukas 19,45‒46Johannes 2,13‒17)

Seien wir also nicht trotzige Kinder, die auf die Regierung schimpfen. Fassen wir uns alle mal selbst an die Nase: 

Wer von uns nahm Klimawandel wirklich wichtig? Wie gehe ich mit der Natur um? Was machen wir Menschen aus Mutter Erde? Achteten alle auf die Menschen um uns? Wer schaffte es warum nicht, seine Kontakte mal für eine kurze Zeit deutlich zu dezimieren?

Jajaja, ich hab es einfach, bin freiberuflich... Ehrlich, ich hätte auch gern dies und jenes und das. Doch vor allem eines wünsche ich mir:

Wieder meine Kontakte live und ohne Angst pflegen zu können. Menschen umarmen, küssen können so, wie mir gerade ist. Und das wird wieder!

BLEIBT GESUND!  Gesund in Körper und Seele. Was dir dabei helfen kann - lies in meinem Buch. Ja. Ich tu es auch ab und an, dann trete ich mir sozusagen in den Hintern und halte mich daran.

Mein Mottoziel: "Den Weltenblick der Kindheit bewahren. Ich lebe!"

Alles Gute DIR und DIR und...

Eure Marita

Die Ankündigung des Herrn
Frohes Fest

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